Eckerstausee_Panorama

Gestern war wieder ein idealer Tag zum Wandern, und so entschlossen wir uns zur Rangerstation am Scharfenstein zu wandern. Gestartet sind wir am Radauwasserfall, von wo wir dem Wegweiser Eckertalsstausee folgten. Der Weg ist ein schöner, und gut zu laufender, Weg, der ein gutes Stück direkt neben der Radau verläuft. Nach wenigen Metern sind wir an eine Weggabelung gekommen, und wir folgten dem linken Weg, der auch wieder gut ausgeschildert, Richtung Eckerstausee weiste.

Nach drei Kilometern hatten wir die Staumauer erreicht. Zuvor mussten wir noch ein Stück asphaltierte Strassen gehen, was zwar nicht schön war, unserer guten Laune aber keinen Abbruch bereitete. Die Eckertalsperre war zu Zeiten den geteilten Deutschlandes Teil der Grenze. Die Grenze verlief genau in der Mitte des Stausees, und auch die Staumauer war geteilt. Ein Zeuge aus alten Zeiten steht noch da und zeigt die ehemalige Grenze an. Eine Infotafel auf der Staumauer erklärt umfassend die Geschichte der Talsperre.

Grenzpfosten

 Wir überquerten die Staumauer, und auf der anderen Seite hing der Stempelkasten für die Harzer Wandernadel mit der Stempelnummer 1. Wenige Meter weiter legten wir, an einer Bank mit schönem Ausblick über das Wasser, unsere erste Pause ein. Im weiteren Verlauf führte der Weg entlang der Talsperre, und es eröffneten sich immer wieder schöne Aussichten auf das Wasser und dem umliegenden Wald. Der Weg führte im späteren Verlauf weg vom Wasser , und wenige Minuten später ging es einen verwurzelten Weg nach links oben ab in Richtung Brocken / Scharfenstein. Unsere Blicke entdeckten ein zerfallenes Gebäude, welches wunderschön auf einer Wiese mit zwei großen Bäumen, eingebettet war. Es muss damals toll ausgesehen haben. Auf dem Weg runter erfuhren wir, dass dies das alte Gasthaus Scharfenstein war.

Nun dauerte es gar nicht mehr lange, und wir erreichten die Rangerstation. Zu unserer Verwunderung waren alle drei Jungs noch frohen Mutes. Das muss an dem abwechslungsreichen Weg gelegen haben, der sie so faszinierte, dass zum Jammern keine Zeit blieb 🙂 Hier legten wir eine erneute Rast ein, und besprachen unser weiteres Vorgehen. Wer möchte, har hier die Möglichkeit sich etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen zu kaufen. Der Betrieb findet zwischen 10.00 Uhr und 16.00 Uhr statt. Wie entschieden und aber dagegen und tranken nur unsere mitgebrachten Getränke.

Rangerstation

Geplant war ursprünglich noch der Weg zum Brocken. Das wären erneut vier Kilometer bergauf gewesen. Da dies aber, wieder mal, zu knapp mit der Zeit geworden wäre, entschlossen wir uns auf den Scharfenstein zu steigen, und danach wieder zurück zu gehen. Bevor es aber hoch gehen konnte, verlangten die Jungs sich erst noch den zweiten Stempel der Harzer Wandernadel, der auch tatsächlich die Nummer 2 hatte.

Angegeben war der Aufstieg von der Rangerstation mit 15 Minuten, und führte einen schmalen Weg durch Tannen und Heidelbeeren. Schließlich kamen wir an ein Schild, auf dem „Aufstieg zum Scharfenstein, betreten auf eigene Gefahr stand“. Da sich aber auch die kleinen Jungs von solchen Schildern nicht abhalten lassen, gingen wir weiter. Es eröffnete sich ein traumhafter Weg, wo man annehmen könnte, dass dort die Elfen des Harzes lebten. Dicke, teil mit Moos überzogene Felsbrocken lagen links und rechts des Weges, der durch dichtes Nadelgehölz führte. An manchen Stellen musste Thore, mit seiner Körpergröße von nicht einmal einem Meter, richtig klettern. Dann kam eine leichte Wegbiegung und wir standen vor einer großen hölzernen Treppe. Es war ein schöner Anblick. Am oberen Ende der Treppe ging es noch kurz einen engen Weg weiter, und dann schob man zwei Tannen zur Seite und es eröffnete sich ein fantastischer Blick über den Harz. Der Wer verlief als „Trampelpfad“ an einem Hang entlang, der sehr steil ins Tal abfiel. Dort sollten Kinder, die nicht trittsicher sind, oder gerne auf andere Dinge achten, als auf den Weg, an die Hand genommen werden. Oben auf dem Scharfenstein hatten wir einen wundervollen Ausblick zum Brocken, zum Torfhaus und zur Eckertalsperre. Wir entschieden uns hier oben ein wenig zu verweilen.

 

weg

 

Um 17.30 Uhr waren wir wieder an der Rangerstation. Da es recht spät war, entschieden wir uns den gleichen Weg wieder zurück zu gehen, wie wir gekommen waren. Auf dem Rückweg lief uns noch eine Schlange über den Weg. Die weckte wieder die volle Aufmerksamkeit der Kinder, und am liebsten hätten sie die Schlange mit nach Hause genommen. Den restlichen Weg, wieder an der Talsperre entlang, haben wir in der Abendstimmung entspannt genossen. Alle waren wir uns am Ende einig, diese Tour würden wir jederzeit wieder gehen.

Wenn du mehr über die Tour, oder andere Harztouren mit Kindern, wissen möchtest, schreibe uns bitte in die Kommentare. Auch wenn du spezielle Fragen zum Alter der Kinder, und wie man sie motiviert, hast, beantworte ich diese gerne in den Kommentaren. Aber auch andere Kommentare sind jederzeit herzlich willkommen 🙂 Weitere Harztouren findest du hier.

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