Brocken

Es war ein schöner und warmer Sommertag als wir beschlossen von Bad Harzburg zur Rabenklippe zu wandern.

Wir waren am späten Vormittag auf dem Großparkplatz in Bad Harzburg angekommen, und hatten Glück ziemlich schnell einen Parkplatz zu bekommen. Der Parkplatz ist immer sehr schnell voll, da es eine der wenigen kostenlosen Parkmöglichkeiten ist, und man von Bad Harzburg schöne Touren unternehmen kann. Frühe Anreise zahlt sich aus 🙂

Zu siebt marschierten wir in Richtung Kabinenbahn, die uns den Anstieg auf den Burgberg ersparen sollte. Zuvor kamen wir jedoch an der Tourist-Information vorbei, wo ich unseren drei Jungs kurzer Hand Pässe für die Harzer Wandernadel besorgte. Dies ist ein sehr zweckmäßiges Mittel um die Motivation aufrecht zu erhalten. Alle drei waren völlig aus dem Häuschen als sie erfuhren was es damit auf sich hat.

Harzburg

Jetzt noch freudiger und mit einer guten Portion mehr Elan gingen wir die höchstens 100 Meter bis zur Gondelbahn und ließen uns auf den Burgberg befördern. Nach drei Minuten hatten wir etliche Höhenmeter bei schöner Aussicht „erklommen“. Oben angekommen sind wir erstmal zur Barbarossa-Säule gegangen. Von der zu Ehren Bismarcks aufgestellten Säule hat man bei schönem Wetter einen grandiosen Blick auf Bad Harzburg und das Harzer Vorland. Hier gab es auch, zur Freude der Jungs, den ersten Stempel für das neu erworbene Heft. Am Gasthaus Aussichtsreich war der Kasten, welcher den Stempel enthält, am Zaun angebracht. Dies war der erste Stempel für die Harzer Wandernadel! Voller Stolz marschierten die drei Jungs über die alte Burganlage der Harzburg zum Wanderweg Richtung Rabenklippe. Mama, die Mette im Sack vor sich trug, Amelie und ich gingen hinterher.

Der Kaiserweg hatte bis zur Säperstelle einen leichten, aber bei 25 Grad, anstrengenden Anstieg. Auf dem Weg dorthin wurden wir mit einer riesigen Bank, welche eine wunderschöne Fernsicht auf den Brocken zuließ, belohnt. Wir tranken alle ein paar Schlucke und zogen frohen Mutes weiter. Ab der Säperstelle war der Weg breit und eben, was die Wanderung mit kleinen Kindern sehr erleichterte.

Kaiserweg Grosse Bank Saeperstelle

Nach gut 60 Minuten kamen wir zum Luchsgehege. Dort kann man, mit etwas Glück, Luchse in einen Gehege beobachten. Fütterungen finden immer Mittwochs und Samstags um 14.30 Uhr statt. Diese hat an unserem Tag leider nicht statt gefunden und dadurch haben wir nur einen Luchs gesehen.

Mir dem nächsten Stempel im Visier, gingen wir die knappen 50 Meter bis zur Rabenklippe. Von dort oben hatten wir eine tolle Aussicht über den Wald bis hin zum Brocken. Aber bitte Vorsicht! Die Klippe geht senkrecht nach unten! Sie ist zwar mit einem Geländer gesichert, aber mit kleinen Kindern ist äußerste Vorsicht geboten. Thore (3) und Johan (5) haben wir zur Sicherheit lieber an der Hand gehalten. Im gleichnamigen Gasthaus, welches direkt neben der Klippe auf einen beeindruckenden Felsvorsprung gebaut ist, haben wir uns den zweiten Stempel dieser Tour geholt. Was waren die drei happy. Vorhin das Heft geholt, und jetzt schon zwei Stempel! Wow!

Die Zeit verging schnell, und wir hatten noch einiges vor. Unser nächstes Ziel war das 2,5 km entfernte Molkenhaus, wo sich ein schönes, großes Waldspielgelände befindet. Darum entschieden wir uns von der Rabenklippe bis zum Molkenhaus mit dem Bus zu fahren. Ja, da oben fahren Busse 🙂 Es sind gasbetriebene Linienbusse, die über Schotterwege fahren, was nicht ganz so schlimm für die Umwelt ist.

Bushaltestelle_Molkenhaus           Mette            Molkenhaus

Die 2,5 km, für die wir zu Fuß eine gute Stunde gebraucht hätten, fuhr der Bus in sieben Minuten. Wahrend der Fahrt haben Thore und Johan nur gestaunt. Für die beiden war es die erste Busfahrt in ihrem Leben. Noch dazu durch den Harz! Am Gasthaus Molkenhaus angekommen war, wie vielleicht mittlerweile unschwer zu erraten, Stempelstelle Nummer drei des Tages. Es sollte auch der letzte Stempel für den Tag sein, da keine weiteren Ziele geplant waren, und zeitlich auch gar nicht möglich gewesen wären.

Vom Molkenhaus gingen wir ein paar Meter am sehenswerten Hasselteich vorbei zum Waldspielplatz. Da konnten sich alle nach Herzenslust austoben. Schaukeln, Rutschen, Wippen, oder Klettern, für jeden Spaß ist etwas dabei.

Gegen 18.00 Uhr haben wir uns dann auf den Weg ins Tal gemacht, und erreichten nach einer Stunde kaputt, aber dennoch freudig, unser Auto. Selbst Thore meinte es war eine tolle Wanderung, und er hat mit seinen kleinen Beinchen definitiv am meisten geleistet.

Wenn du mehr über die Tour, oder andere Harztouren mit Kindern, wissen möchtest, schreibe uns bitte in die Kommentare. Auch wenn du spezielle Fragen zum Alter der Kinder, und wie man sie motiviert, hast, beantworte ich diese gerne in den Kommentaren. Aber auch andere Kommentare sind jederzeit herzlich willkommen 🙂 Weitere Harztouren findest du hier.

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