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Ich habe im Internet die passenden Wanderkarten für die Harzer Wandernadel bestellt, die am Samstag angekommen sind. Wir saßen zusammen und haben uns über das Wochenende unterhalten. Eines war uns alles klar, es sollte wieder in den Harz gehen. Sonntag sollte schließlich richtig tolles Wanderwetter werden. Die Tour war schnell entschieden: Von Thale zum Hexentanzplatz bis Treseburg, und durch das wildromantische Bodetal zurück.

Der Sonntag begann sehr früh. Ich habe mich um 6 uhr aus dem Bett gerappelt, und nach einer Tasse Kaffee, angefangen Proviant zu machen. 22 Brötchen wollten geschmiert werden, und diverse Äpfel sollten folgen. Von dem ganzen Kleinkram, der aber immer wichtig sein könnte, mal abgesehen.

Um 7.00 Uhr habe ich dann die Mama geweckt, und wir probierten einen Schlachtplan zu entwickeln wie wir die Jungs am harmonischsten und ruhigsten anziehen konnten, ohne Geschrei und Dallerei. Unsere Überlegungen dauerten wohl ein paar Minuten zu lange, denn währen wir noch überlegten, kam Richard bereits ins Wohnzimmer. Kurz darauf folgte Thore. Unsere ursprünglich geplante Abfahrtszeit verfehlten wir um knapp 15 Minuten.

La-Vieres-Höhe

PauseAm späten Vormittag kamen wir in Thale an. Wir beschlossen uns den anstrengenden Aufstieg zum Hexentanzplatz zu ersparen, und nahmen statt dessen die Kabinenbahn mit Glasboden. Der Ausblick ist fantastisch, nicht nur durch den Glasboden :-). Oben angekommen haben wir kurz die Aussicht in das Bodetal bewundert. Da unsere Tour heute straff geplant war, gingen wir am Tierpar vorbei, den Zaun entlang, und kamen nach kurzer Zeit zu unserer ersten Stempelstelle (Nr. 72) der Harzer Wandernadel. Wir verließen den Hauptweg kurz und gingen 200 Meter bis zur „La-Vieres-Höhe“. Hier hat man einen schönen Ausblick auf die gegenüberliegende Roßtrappe.

Prinzensicht

Wieder zurück auf dem Hauptweg gingen wir weiter in Richtung „Prinzensicht“. An der Wegkreuzung war ein schöner Rastplatz, wo wir die erste, kleine Pause machten. Danach gingen wir den 1,1 Kilometer Sackgassenweg Richtung Aussicht. Erst ging es, wie leider viel zu oft auf dieser Tour, einen breiten Schotterweg entlang, der weiter unten in einen Waldweg überging. Auch hier hielten wir uns nicht lange auf, sonder schauten nur kurz runter in das Bodetal. Das Rauschen der Bode war bis hier oben zu hören. Hier, an der „Prinzensicht“ holten wir uns den Stempel Nr. 70.

Pfeilsdenkmal

Wir gingen den Kilometer wieder zurück zum Hautweg, und setzten unsere Wanderung in Richtung Treseburg fort. Es dauerte gar nicht lange als wir uns einer Strasse näherten. Dies war die Strasse von Thale nach Friedrichsbrunn. Wir bogen aber unmittelbar vor der Strasse rechts ab, und folgten der Beschilderung Richtung „Pfeilsdenkmal“. 900 Meter später erreichten wir das beeindruckende Denkmal. Hier gab es den Stempel Nummer 68 für die Jungs. Noch waren alle guter Dinge.

pfeilsdenkmal

Weißer Hirsch

Wir setzten unseren Weg fort, und hatten ab jetzt linker Hand einen kleinen Bachlauf als Begleitung. Es ging bergab, und lies sich gut laufen. So vergingen die Kilometer wie im Flug. Wir erreichten den Aussichtspunkt „Weißer Hirsch“. Von hier hatte man eine wunderschöne Sicht auf Treseburg. Von hier oben sah alles wie in einer Miniaturlandschaft aus. Es fehlte nur noch die elektrische Eisenbahn :-).

Im Hintergrund lag der Brocken ganz klar, und in schönstem Sonnenschein.

Zum Bodetal

Ab hier gin ein schmaler, relativer steiler Weg runter nach Treseburg. Da es auf der Hangseite recht steil berab ging, beschlossen wir die Jungs lieber an die Hand zu nehmen. Unten in Treseburg hätte man jetzt die Möglichkeit gehabt sich in diversen Restaurants zu stärken. Wir verzichteten darauf. Unsere Tour war jetzt halb geschafft. Bis hierher waren wir 10,4 Kilometer unterwegs.

Wir folgten den Schildern Richtung Bodetal. Nur ein paar Meter mussten wir durch den Ort laufen, um dann rechts in das wildromantische Bodetal einzubiegen. Ab hier begann der auf aufregendste Teil der Tour. Wir liefen an der Bode entlang durch das naturgeschützte Tal. Es war Nachmittag, und das Sonnenlicht gab dem Ganzen ein besonderen Flair. Nach einer Pause, wo sich nochmal alle kräftig gestärkt haben, setzten wir den Weg fort. Das Bodetal ist eines der schönsten Täler, die ich kenne, und ich würde immer wieder hierher kommen.

Sonnenklippe

Nach knappen zwei Kilometern erreichten wir die „Sonnenklippe“. Dies war eine weitere Stempelstelle der Harzer Wandernadel, mit der Nummer 69. Wir holten uns die Stempel, gingen dann aber recht zügig weiter. Mit jedem Schritt, den wir weiter kamen, wurde die Bode lauter und wilder, das Tal enger, und die Felsen an den Seiten höher. Teilweise wird der Weg über Stege, die direkt am Fels montiert sind, geleitet. Für Familien mit kleinen Kindern ist es ratsam die Kinder an der Hand zu halten, da es auf dem Weg oft steil runter zum Fluss geht.

Im weiteren Verlauf steigt der Weg an, und die Bode fließt in einer Schlucht. Hier kommt auch der „Bodekessel“. An dieser Stelle ist die Bode am wildesten. Hier lohnt es sich ein paar Minuten innezuhalten, und dem Treiben zuzusehen.

mama_thore sonnenklippe wanderweg

Königsruhe

Bald darauf gelangten wir zur Teufelsbrücke, die und auf die andere Seite der Bode verwies. Von hier waren es nur wenige Schritte bis zum Gasthaus „Königsruhe“. Dies sollte unsere letzte Stempelstelle für die Tour sein, denn wir waren jetzt gar nicht mehr weit von unserem Startpunkt weg. Die Jungs, mittlerweile schon richtig geschafft von der Anstrengung, holten sich Stempel Nummer 178.

Nun gingen wir den breiten Fahrweg an der Bode entlang, und verließen nach ein paar hundert Metern das Bodetal. Vorbei an der Seilbahn, mit der wir hoch gefahren waren, ging es jetzt zum Parkplatz, wo wir und bereits alle auf das Auto freuten.

Ich bin dankbar für meine tollen Kinder, die diese Tour mit und gegangen sind. Zwanzig Kilometer mit Kindern zu laufen ist nicht selbstverständlich. Unsere Jungs (8 Jahre, 5 Jahre und 3 Jahre) haben das aber super gemeistert! Auch Amelie danke ich für ihre Unterstützung, da es an der einen, oder anderen Stelle, doch drei „Große“ gebraucht hat, um die „Kleinen“ ausreichend abzusichern.

bode teufelsbruecke

Hier noch ein paar Eckdaten zur Tour im Überblick:

Länge: ca. 20 Kilometer

Stempelstellen der Hazer Wandernadel

72, 70, 68, 67, 69, 178

Schwierigkeit: leicht, bis mittel

Ausgangspunkt: Thale Seilbahn

 

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